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Hotel Brander Hof
Brauhof Freiberg
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Zur Geschichte des Hauses Fischerstraße 5:
Hotel Kreller, „Argentinisches Steakhouse Angus"
Geschichtliches zur Lage der Straße:
Die Fischerstraße ist eine innerstädtische Straße zwischen Erbischer
Straße und Schillerstraße, verläuft parallel zur Petersstraße. Nach
Möller (1653): „...ein Fischmarkt oben bei dem Gerinne" (d.h. bei der
Einmündung der Rinnengasse).
Aus dem Hospitalwald wurde schon frühzeitig gesundes Quellwasser in
ausgemauerten Röschen, tönernen oder hölzernen Röhren zwischen dem
Erbischen und dem Peterstor in die Stadt geleitet (siehe hierzu die
steinerne Rinne vor dem Stadt-und Bergbaumuseum). Ein Gerinne führte
auch vom Berthelsdorfer großem Teich bis an den Stadtgraben und von da
quer in die Fischerstraße (wichtig für den Fischverkauf) zur Rinne
(heute Rinnengasse). |
Um 1391 erfolgte eine erstmalige Erwähnung des Hauses „als Badestvben yn
der Vyschergasse". (Eine zweite Badestube befand sich in der
Futtergasse, heute Akademiestraße). Der Bader war auch zuständig für
Haar- und Nägelverschneiden, Barbieren, Aderlassen, Schröpfen. Es gab
eine „Männer- und eine Weiberstube, mit männlicher oder weiblicher
Bedienung".
1484 zerstörte der große Stadtbrand von Freiberg die Häuser der
Innenstadt. Auch die Häuser an der Fischerstraße wurden nahezu
vollständig zerstört. Es erfolgte ein Wiederaufbau der Häuser auf den
alten Grundmauern. |
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Auf dem Hause Fischerstraße 5 lag nicht das Recht des Bierbrauens, auch
nicht die Bürgerpflicht des Vorhandenseins von Feuereimern, Spritzen,
Feuerhaken, Feuerleitern, wie in den Nachbargebäuden als Auflage
nachweisbar. Im Kriegsfall musste auch kein Harnisch und kein Spieß
gestellt werden. Ursache dürften die wechselnden Besitzverhältnisse
zwischen städtischer Verwaltung und privatem Besitz gewesen sein. In den Unterlagen des Stadtarchivs werden als Besitzer des Hauses
genannt:
1692, Marheim Hermann, Jurist;
1782, Weinhold, Johann Balthasar;
1784, Löser, Johann Christoph.
Nach 1781 Gasthof gab es im Gebäude eine Garküche:
Ursprünglich war der Garkoch der Marketender der Bürgerwehr, dessen
Ausrüstung auf dem Heerfahrtswagen mit transportiert wurde. In
Friedenszeiten war die Garküche als Schank- und Speisewirtschaft ein
städtisches Institut mit dem Recht der öffentlichen Gastierung, Bier-
und Branntweinschank und Beherbergung fremder Personen.
(Ursprünglich befand sich die Garküche in der Futtergasse, später
verlegt in die Fischergasse, in das Haus der Badestube, welche aus
Wassermangel an den Münzbach verlegt wurde.)
Das breite Einfahrtstor lässt - wie auch in den benachbarten Gaststätten
Rother Hirsch (1566 Haus- und Gasthof Goldenes Einhorn genannt),
Goldener Löwe, Schwarzes Roß und Deutsches Haus auf eine Ausspanne
(einst mit Pferdeställen im Innenhof) schließen, weil diese Häuser in
der Nähe zum Erbischen Tor oder Peterstor lagen.
1758 Der Besitzer mußte 12 Schock Groschen Steuern bezahlen;
1758 bis 1824: Der Straßenname lautete „Bey der Garküche";
1785 Engelhardt, Gottfried, Garkoch ; Sophie Caroline von Köckeritz als
Besitzerin der Garküche;
1803 Riedel, Frau Johanna Christiane;
1827 Heber, Johann Gottfried;
1836 Zimmermann, Friedrich August, Fleischer;
1839 Von nun an galt amtlich der Name Fischerstraße;
1841 Das Haus erhielt die Erlaubnis zum Weinhandel und Weinschank
1870 Erteilung der Konzession zum Wein-, Bier-, Branntwein- und
Kaffeeschank mit Ausspannung |
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1878 Gasthof / Hotel „Stadt Altenburg
1883 durch Neu- und Umbau erhöhte sich das Gebäude um ein Stockwerk,
mehr Fremdenzimmer wurden möglich.
1903 Paul Robert Fischer, Besitzer von „Stadt Altenburg".
1911 14 Zimmer im Obergeschoss vorhanden, das Gebäude besaß elektrisches
Licht und Zentralheizung, ein Hausdiener erwartete am Bahnhof die Gäste.
1913 Karl Ernst Haupt, Hotelbesitzer.
1923 Minna Haupt, Hotelbesitzerin.
1940 Martha Rieß, Hotelbesitzerin. |
Die Besitzverhältnisse zwischen 1945 und 1960 sind unklar. In den Jahren
nach 1960 war es ein Gästehaus des Stadttheaters und die Räume des
Erdgeschosses dienten von 1962 bis 1992 als Studiobühne (mit 50
Plätzen).
1970 erfolgte die erste Inszenierung „In Sachen Adam und Eva" von Rudi
Strahl.
1993 Eröffnung als „Hotel Kreller" mit dem „Argentinischen Steakhouse
Angus". Das Hotel gehört in die 4-Sterne Kategorie mit Hallenbar,
Tagungs-/ Seminar- und Bankettbereich, Biergarten im Innenhof, Lift
vorhanden.
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